Die Punkte gehen nach Norden

Der Ludwigsfelder HC unterliegt dem HSV Peenetal-Loitz und damit wieder einem Team aus „Meck-Pomm“

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An einen geographischen Komplex mag Frank Schücke nicht glauben. „Wir haben definitiv keinen Nord-Komplex und den lassen wir uns auch nicht einreden. Es liegt höchstens daran, dass diese Mannschaften aus der dritten Liga kommen, stark und gut aufgestellt sind“, sagt Schücke, der gemeinsam mit René Rose den Ludwigsfelder HC als Spielertrainer coacht. Trotzdem: Der LHC unterlag am Sonnabend in der gut gefüllten Stadtsporthalle gegen den HSV Peenetal-Loitz mit 28:31 (15:15) und kassierte damit in dieser Spielzeit in der Oberliga Ostsee-Spree die vierte Niederlage im fünften Spiel gegen ein Team aus Mecklenburg-Vorpommern. Lediglich gegen den Bad Doberaner SV (33:27) konnte der LHC Ende Januar gewinnen. Das Hinspiel gegen das Team von der Ostsee-Küste verlor Ludwigsfelde dagegen mit 27:28, gegen Fortuna Neubrandenburg gab es Anfang November eine 29:31-Heimniederlage, das Hinspiel in Loitz gewann der HSV Peenetal deutlich mit 42:30. „Man muss aber auch sehen, dass wir drei Niederlage in einer für das Team schwierigen Phase kassiert haben“, sagt Schücke, „am Sonnabend hat Loitz nicht unverdient gewonnen, weil die Loitzer einen Tick besser waren, aber wir haben lange gut mitgehalten.“

In der Tat wurde das Rückspiel gegen das Ensemble aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald ein wesentlich engeres Duell. „Wir sind so, wie wir uns das vorgenommen haben, aus einer robusten Abwehr gestartet“, sagt Schücke. Nach einem 15:15-Zwischenstand zur Halbzeitpause setzte sich der HSV zwar phasenweise ab, der LHC aber kehrte noch einmal ins Spiel zurück. „Am Ende haben wir verloren, weil wir unsere freien Würfe und drei Siebenmeter nicht verwandelt haben“, urteilt Schücke. Handicaps für den LHC: Schücke wurde durch eine Verletzung behindert, auch David Klein zog sich einen Cut unter dem Auge zu. Dazu kam eine holprige Trainingswoche, in der viele Spieler krankheitsbedingt fehlten. Eine Vorbereitung auf die Partie sei „eigentlich kaum möglich“ gewesen, „es war die ganze Woche kein Torhüter da“ so Schücke, der seit dem Abschied von Cheftrainer Gerhard Wartenberg Mitte November gemeinsam mit René Rose die Mannschaft als Spielertrainer coacht.

 

Eine Gelegenheit bekommt der LHC in dieser Saison noch, die Bilanz gegen die Vereine aus Meck-Pomm zu verbessern: Am 10. März tritt der LHC bei Fortuna Neubrandenburg an.

Eine andere Statistik bleibt trotz der Niederlage positiv: Der LHC hat trotz des Loitzer Erfolges am Sonnabend sieben der letzten Partien in der Oberliga Ostsee-Spree gewonnen.

MAZ

Quelle: Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau, 13.02.2012

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