Geglückte Revanche in der Verlängerung
LHC siegt in der 2. Runde des DHB Pokals mit 38:36
Nur nicht zu hoch verlieren, lautete am Mittwochabend die Aufgabenstellung des LHC Trainers Gerhard Wartenberg an sein Team. In der zweiten Runde des DHB Pokals kam der Drittligist VfL Fredenbeck nach Ludwigsfelde. Bereits im letzten Jahr trafen die beiden Vereine im Pokal aufeinander, damals siegt der VfL mit 5 Toren Vorsprung. „Wir wollen uns gut verkaufen und schauen, das wir sie mit guter Deckungsarbeit ärgern können“ so Wartenberg vor dem Spiel in der gut gefüllten Stadtsporthalle. In seinen Augen standen die Fredenbecker mit Trainer Tomasz Malmon nach ihrem missglücktem Saisonstart und dem LHC als klarem Außenseiter unter größerem Druck. Wartenberg musste Gesundheitsbedingt auf Rückraumspieler René Rose und Torhüter Martin Lorenz verzichten.
Die ersten Minuten begannen dann auch erwartungsgemäß, Fredenbeck machte Druck und legte zwei Tore vor. Marvin Taeger gelang es im Gegenzug nicht einen 7-Meter ins Netz zu werfen. Doch kamen die Ludwigsfelder im Verlauf der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel. Dabei zeigte Nico Wiede im Angriff immer häufiger seine Wendigkeit, der die Fredenbecker nur wenig entgegen zu setzen hatten. Zwar lag der LHC bis zur Halbzeit nie vorn, doch ging es mit einem verdienten 14:14 in die Pause und alles war noch offen.
In der 40 Minute erzielte Nico Wiede mit dem 21:20 den verdienten Führungstreffer. Danach gelang es den Fredenbeckern nicht mehr in Führung zu gelangen, während bei den Ludwigsfelder Spielern und Zuschauern die Aufregung langsam stieg. In den Schlussminuten hielt es dann nur noch wenige auf den Bänken. Immer wieder gelang Fredenbeck der Ausgleich und 2 Minuten vor Schluss lagen sie ein Tor vorn. Doch gelang Steffen Knaack in der letzten Minute der Ausgleich und es ging in die Verlängerung. Dabei merkte man wie selten dies der Fall ist, denn anfangs herrschte leichte Unklarheit ob noch zweimal 10 oder 5 Minuten gespielt wird.
Wartenberg motivierte sein Team für die kleine Pokalsensation und so gaben die Spieler noch einmal alles, während die Gäste etwas passiv wirkten. Das rächte sich schnell und nach 3 Minuten lagen die Ludwigsfelder drei Tore in Führung. Den Fredenbeckern gelang es nicht mehr diesen Vorsprung aufzuholen und am Ende siegte der LHC mit 38:36. Als der Schlusspfiff ertönte kannte die Halle kein Halten mehr und es wurde lautstark gefeiert.
Ein wenig bedrückt saß derweil Tomasz Malmon auf der Bank. „Wir haben heute nicht zum Spiel gefunden und sind mental im Bus geblieben“ räumte Malden ein. „Mit dieser Einstellung kann man kein Spiel gewinnen und wir haben verdient verloren“ so Malden. Die erste Halbzeit der Verlängerung hat sein Team total verpennt und schaffte es nicht mehr das Ruder herum zu reißen. „Jetzt haben wir uns einen großen Gegner verdient“ so LHC Coach Wartenberg nach dem Spiel und schaut in Richtung 1. Bundesliga. „Wir haben das umgesetzt was wir geplant hatten“ freut er sich. „Am Ende war entscheidend wer weniger Fehler macht und das waren wir“ so sein Fazit des Spiels. Dabei lobte er Nico Wiede als ganz starke Stütze im Angriff. Doch auch Torhüter Sebastian Hoba, der erst spät ins Spiel fand, zeigte bei seinen zahlreichen Glanzparaden keine Nerven. „Es war eine hervorragende Mannschaftsleistung“ lobt Wartenberg sein Team, „Chapeau für die Mannschaft“.
Spieler und Fans hoffen jetzt auf einen Gegner aus der 1. Bundesliga. Im letzten Jahr wurde den Fredenbeckern nach dem LHC die THW Kiel zugelost und manch einer hofft auf das Losglück und den Besuch der Handballgiganten von der Ostseeküste Ende Oktober in der Ludwigsfelder Stadtsporthalle.
MIJ

