Neues Spiel mit alten Bekannten

Der Ludwigsfelder HC trifft im DHB-Pokal erneut auf den VfL Fredenbeck

Der LHC spielt im DHB-Pokal gegen den VfL Fredenbeck – der erst im vergangenen Sommer beim deutschen Cup-Wettbewerb in Ludwigsfelde angetreten ist.

Gegen 19.30 Uhr sank die Anspannung wieder, sie wurde auch bei René Rose von einer gewissen Verblüffung abgelöst. „Die Wahrscheinlichkeit war ja relativ gering, dass wir nochmal Fredenbeck als Gegner bekommen, da hat schon eine ordentliche Portion Zufall mitgespielt“, sagt Rose, der Spieler des LUDWIGSFELDER HC, „der zweite Gedanke war, dass wir es dann halt in diesem Jahr schaffen müssen.“ Fredenbeck hatte bereits 2010 im DHB-Pokal beim LHC gespielt – und war in die zweite Runde eingezogen.

Rose hatte am Dienstagabend mit seinen Teamkollegen die live im Internet übertragene Prozedur nicht selber verfolgt – die Spieler, die in der Kristalltherme weilten, wurden aber per SMS von den Entwicklungen bei der Auslosung unterrichtet. Die zweite Runde des aktuellen Deutschen Handball-Pokals (Termin: 21. September/Mittwoch), für die sich der LUDWIGSFELDER Viertligist am Sonntag durch einen 29:28-Erstrunden-Heimsieg gegen den FC St. Pauli qualifiziert hatte, wurde vor dem Supercup-Finale in München ausgelost. Insgesamt befanden sich 61 Teams in der Trommel. Der VfL Fredenbeck hatte in der ersten Runde deutlich mit 34:25 bei der SG TMBW Berlin gewonnen. Auch angesichts des souveränen Sieges gegen den LUDWIGSFELDER Rivalen aus der Oberliga-Ostsee-Spree urteilte Rose: „Wir sind klarer Außenseiter.“ Ein interessantes Derby gibt es zwischen dem Zweitligisten VfL Potsdam und dem Bundesligisten Füchse Berlin – der VfL hatte erst in der vergangenen Woche in Ludwigsfelde gegen den russischen Topclub Medwedi Tschechow gespielt.

Bereits morgen, eine Woche vor dem Punktspielauftakt in der Oberliga Ostsee-Spree, startet der LUDWIGSFELDER HC am Sonnabend (3. September) beim 12. Pokalturnier um den Pokal der Stadtwerke Ludwigsfelde. Antreten werden sechs Mannschaften aus Sachsen, Brandenburg und Berlin. Mit der SG TMBW Berlin und Preußen Berlin treten zwei Konkurrenten des LHC aus der Oberliga Ostsee-Spree an. Auch Glauchau aus der Sachsenliga hinterließ im vergangenen Jahr einen starken Eindruck. Vervollständigt wird das Turnier durch den Absteiger aus der Ostsee-Spreeliga, den MTV Altlandsberg und den Berliner Verbandsligist SG Hermsdorf/ Waidmannslust. Start ist um 9.30 Uhr in der LUDWIGSFELDER Stadtsporthalle. „Das ist ein klassisches Vorbereitungsturnier“, sagt Rose, „wo man noch mal viel Einsatzzeit bekommt und sich auf die Saison vorbereiten kann.“

Und auf die Partie im DHB-Pokal gegen den schwer zu bezwingenden Kontrahenten aus der dritten Liga – allerdings warf der LHC in der vergangenen Saison auf dem Weg zum Landespokalsieg auch den Drittligisten Oranienburg aus dem Cup. Angesichts des Gegners aus Fredenbeck, der wegen der Stippvisite im vergangenen Sommer nicht unbedingt unter die Kategorie Traumlos fällt, sagte Rose: „Dann müssen wir halt die nächste Runde erreichen und dann auf ein interessanteres Los hoffen.“

Sollten sich bei einem Weiterkommen des LHC die Verkettungen in Sachen Lostrommel fortsetzen, müsste der von vielen gewünschte THW Kiel in die Stadtsporthalle kommen. Im vergangenen Jahr, nachdem Fredenbeck in der ersten Runde in Ludwigsfelde gewonnen hatte, wurde dem „Verein für Leibesübungen“ aus dem hohen Norden prompt als nächster Gegner der Kieler Renommierclub zugelost.

 

Lars Sittig

Quelle: Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau, 02.09.2011

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